
«Zeitgenössische Musik ist eine Wüste mit ein paar ausgespuckten Dattelkernen hier und da»
— Pablo Casals (1876-1973)
Das «ensemble proton bern» hat sich der eigenartigen Sparte der zeitgenössischen Musik verschrieben. Der klang dieser Musik lässt einen im wahrsten Sinne aufhorchen.
Das grafische Konzept der Plakatserie nimmt den generativen Ansatz mancher Komponisten auf und überführt ihn in die visuelle Gestaltung.
Die schwarzen Protonen sind dabei der rote Faden im Erscheinungsbild des Ensembles. Sie kommen sowohl im Logo wie auch in der Gestaltung der Plakatserie von 2011 vor.
In der aktuellen Plakatserie kommen sie noch viel stärker zum Einsatz als bisher. Was genau sie wiederspiegeln ist dem Betrachter überlassen.
Die Protonen werden mittels 3d Software generativ erzeugt und sehen so aus:
Mittels mehrerer Emitter werden die Protonen ausgespuckt und in den Raum entlassen. Mit Physikfiltern werden sie nach ihrer Entstehung durcheinandergewirbelt.
Ungerendert sieht die Geburtsstätte so aus:
Die 2d Struktur des «protonwerk N°1» Plakates stammt aus dem Werk von Komponist und Architekt Iannis Xenakis ab.

Eine Art der Musik war, die Struktur einer Hausfassade durch eine Timeline laufen zu lassen und so Klänge zu erzeugen. Hier eine Corbusier Fassade.
Das Plakat zu «Réseaux» widerspiegelt die Struktur einer Grifftabelle für ein Blasinstrument wieder.



Das Plakat für das Konzert der New Yorker Komponisten leitet sich aus Autolichtern in Strassenschluchten her.


Um dem Raum seinen Platz zu geben, habe ich für das «Espace-Temps» Plakat eine wissenschaftliche Darstellung eines Molekülhaufens genommen und Protonifiziert.



Als Hauptschrift fungiert die HTF Acropolis aus dem Hause Hofler & Frere-Jones. Sie ist eine Fette, Kantige Slab-Serif Schrift die aber trotz ihrer harschen Art, die Wurzeln aus der humanistischen Serifenwelt nicht vergisst. Sie knallt einem einen vor den Latz, nur um dann wieder an ihre filigrane Herkunft zu erinnern. Eine ambivalente Schrift also.
Unter anderem so: