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Making of… Plakate «ensemble proton bern»

21 February 2012

Making of… Plakate «ensemble proton bern»

«Zeitgenössische Musik ist eine Wüste mit ein paar ausgespuckten Dattelkernen hier und da»
— Pablo Casals (1876-1973)


Das «ensemble proton bern» hat sich der eigenartigen Sparte der zeitgenössischen Musik verschrieben. Der klang dieser Musik lässt einen im wahrsten Sinne aufhorchen.

Woher kommen diese Formen?

Die Protonen

Das grafische Konzept der Plakatserie nimmt den generativen Ansatz mancher Komponisten auf und überführt ihn in die visuelle Gestaltung.
Die schwarzen Protonen sind dabei der rote Faden im Erscheinungsbild des Ensembles. Sie kommen sowohl im Logo wie auch in der Gestaltung der Plakatserie von 2011 vor.
In der aktuellen Plakatserie kommen sie noch viel stärker zum Einsatz als bisher. Was genau sie wiederspiegeln ist dem Betrachter überlassen.

Die Protonen werden mittels 3d Software generativ erzeugt und sehen so aus:

Mittels mehrerer Emitter werden die Protonen ausgespuckt und in den Raum entlassen. Mit Physikfiltern werden sie nach ihrer Entstehung durcheinandergewirbelt.

Ungerendert sieht die Geburtsstätte so aus:

 

Die zweidimensionalen Elemente

Protonwerk N°1

Die 2d Struktur des «protonwerk N°1» Plakates stammt aus dem Werk von Komponist und Architekt Iannis Xenakis ab.

protonwerk N° 1 xenakis raster

Eine Art der Musik war, die Struktur einer Hausfassade durch eine Timeline laufen zu lassen und so Klänge zu erzeugen. Hier eine Corbusier Fassade.

 

Réseaux

Das Plakat zu «Réseaux» widerspiegelt die Struktur einer Grifftabelle für ein Blasinstrument wieder.

réseauxreseaux detail

Grifftabelle

 

 

New York New York

Das Plakat für das Konzert der New Yorker Komponisten leitet sich aus Autolichtern in Strassenschluchten her.

New York ensemble protonNew York Posterdetail

 

Espace – Temps

Um dem Raum seinen Platz zu geben, habe ich für das «Espace-Temps» Plakat eine wissenschaftliche Darstellung eines Molekülhaufens genommen und Protonifiziert.

Plakat espace

proton wissenschaftliche darstellung

Die Typografie

Als Hauptschrift fungiert die HTF Acropolis aus dem Hause Hofler & Frere-Jones. Sie ist eine Fette, Kantige Slab-Serif Schrift die aber trotz ihrer harschen Art, die Wurzeln aus der humanistischen Serifenwelt nicht vergisst. Sie knallt einem einen vor den Latz, nur um dann wieder an ihre filigrane Herkunft zu erinnern. Eine ambivalente Schrift also.

 

Und wie tönt das Ganze denn jetzt?

Unter anderem so:

 


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